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Zustandsabhängig statt intervallbasiert warten: Effizientere Züge dank Digitalisierung

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Um überraschenden Ausfällen vorzubeugen und Aufenthalte im Wartungs-Depot zu minimieren, bietet SKF mit IMx-Rail ein hochmodernes Zustandsüberwachungssystem an.
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Mit Hilfe des netzwerkfähigen IMx-Rail von SKF können Bahnbetreiber von ihrer traditionell intervallbasierten Instandhaltung zu einer insgesamt kostengünstigeren, zustandsorientierten Strategie wechseln.

2019 Juni 13, 10:00 CEST

Wer mit der Bahn fährt, erwartet Pünktlichkeit. Damit die Reisenden weniger warten müssen, trägt SKF mit kostensenkender Digitaltechnik zu verlängerten Wartungszyklen bei.

Göteborg / Schweinfurt, den 13. Juni 2019

Traditionell werden Züge in festgelegten Rhythmen gewartet; also etwa nach Ablauf einer bestimmten Zeit oder bei Erreichen einer gewissen Laufleistung. Zwar ist dieses Konzept weit verbreitet, aber es berücksichtigt kaum, ob bei jedem Intervall auch wirklich jedes Verschleißteil ausgetauscht werden muss. Hinzu kommt, dass die Züge während der Wartungsarbeiten natürlich nicht verkehren können, sodass auf manchen Strecken womöglich Engpässe auftreten. Angesichts der dringend erforderlichen Verfügbarkeit der zudem alternden Zugflotten wird die Instandhaltung für die Bahnbetreiber somit zu einem äußerst sensiblen Kostenfaktor.

Um ihre Gesamtkosten zu minimieren, setzen viele andere Branchen schon seit geraumer Zeit auf eine zustandsabhängige Instandhaltung (condition-based maintenance; CBM). Bei dieser werden Parameter wie bspw. Vibration oder Temperatur kontinuierlich überwacht, um Abweichungen von vordefinierten Toleranzen frühzeitig zu erkennen. So erhält man wertvolle Aufschlüsse über die tatsächliche Notwendigkeit von Wartungsmaßnahmen und deren erforderlichen Zeitpunkt.

Durch jüngste Fortschritte in der Digitaltechnik können nun auch Bahnbetreiber von der Möglichkeit profitieren, ihre Wartungsintervalle zu verlängern. Das kommt u. a. der Zugverfügbarkeit zugute: Je seltener die Fahrzeuge in den Instandhaltungs-Depots stehen, desto länger können sie zur Beförderung von Personen oder Gütern eingesetzt werden. Da die vorausschauende Instandhaltung außerdem ungeplanten Stillständen vorbeugt und darüber hinaus zu einem effizienteren Ersatzteil-Management beiträgt, senkt sie im Endeffekt auch die Gesamtbetriebskosten.

Zu diesem Zweck hat SKF die Lager-, Schmierungs- und Dichtungsexpertise des Hauses mit seinem CBM-Know-how verknüpft und eine speziell auf den Schienenverkehr angepasste Version der erfolgreichen Multilog IMx-Plattform entwickelt. Die System integriert die Überwachung von Schienenfahrzeugen und Gleisen in einer einzigen, einfach zu bedienenden Lösung. 

Der nächste Schritt in Richtung Zugdigitalisierung
Bei Multilog IMx-Rail handelt es sich um ein mehrkanaliges Online-Zustandsüberwachungssystem, das auf für den Schienenverkehr zugelassenen Komponenten basiert. Es stellt einen innovativen Schritt in Richtung Zugdigitalisierung dar, der die Betreiber in die Lage versetzt, von ihrer traditionell intervallbasierten Instandhaltung zu einer zustandsorientierten Strategie zu wechseln.

Das Multilog IMx-Rail ist sowohl für die Erstausrüstung als auch zum nachträglichen Einbau geeignet. Es warnt vor problematischen Zuständen rotierender Teile in Radsätzen, Getrieben und Motoren; kann aber auch Daten von weiterem Equipment erfassen. Zudem ist das System imstande, eine Übersichtskarte mit Streckenfehlern zu generieren, die extrem genau identifiziert, verortet und natürlich auch aufgezeichnet werden.

Nicht zuletzt lässt sich das Multilog IMx-Rail mit den Cloud-Services von SKF vernetzen – zur Speicherung bzw. zum Austausch von Daten sowie zur Ferndiagnose durch SKF Experten. In Kombination mit dem breit angelegten Fachwissen von SKF ermöglicht das vielseitige System eine schnelle Analyse, Priorisierung und Planung aller erforderlichen Instandhaltungsarbeiten.

In der Praxis erprobt
Seine Leistungsfähigkeit stellt das Multilog IMx-Rail in der Praxis bereits unter Beweis. Beispielsweise kommt das in sich geschlossene Paket aus Sensoren und Elektronik bei einem ganz normalen Zug an einem der Drehgestelle zum Einsatz. Im täglichen Betrieb erfasst das Gerät Beschleunigungs- und Vibrationssignale, verarbeitet die entsprechenden Daten und überträgt alle Informationen drahtlos an ein Überwachungszentrum. Dort können die Infos im Bedarfsfall dazu herangezogen werden, geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
 
Zur Analyse der Sensordaten (inkl. Streckenabschnitt und Betriebsbedingungen) nutzt das Überwachungszentrum mit @ptitude Observer eine spezielle Software von SKF, die über intelligente Algorithmen verfügt. Das Programm identifiziert, lokalisiert und dokumentiert Gleisanomalien, die u. a. zu übermäßigem Verschleiß oder zu Beschädigungen der Räder führen könnten. Auch Streckenabschnitte mit Beeinträchtigungen des Fahrkomforts oder unnötiger Lärmentwicklung werden erfasst. Dank dieser Informationen weiß das Instandhaltungspersonal ganz genau, wo die Schienentrasse nachgebessert werden sollte.
 
Inzwischen setzen schon mehrere Betreiber in aller Welt das System dazu ein, um ihre Streckennetze ebenso zu überwachen wie die Wälzlager in ihren Zügen. Beides zusammen trägt dazu bei, Ausfälle zu vermeiden und die Wartungspläne für die Fahrzeuge zu optimieren. Mit zunehmendem Schienenverkehr dürfte die Bedeutung von digitalen Lösungen wie dem SKF Multilog IMx-Rail zur Effizienz- und Verfügbarkeitssteigerung der Züge weiter wachsen.

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       (publ)

Pressekontakt:
Dietmar Seidel, Leiter Technische Fachpresse Deutschland, Tel.: +49 (0)9721 / 56 - 28 43,
E-Mail: dietmar.seidel@skf.com

SKF strebt danach, unangefochtener Marktführer im Wälzlagergeschäft zu sein. Die Unternehmensgruppe bietet Lösungen rund um rotative Systeme – einschließlich Wälzlagern, Dichtungen, Schmiersystemen sowie Zustandsüberwachungs- und Instandhaltungsservices. SKF ist in mehr als 130 Ländern präsent und kooperiert weltweit mit rund 17.000 Vertriebspartnern. Im Jahr 2018 erwirtschaftete die Unternehmensgruppe einen Umsatz in Höhe von ca. 8,1 Mrd. Euro und beschäftigte 44.428 Mitarbeiter. www.skf.com
In Deutschland zählt SKF rund 6.600 Beschäftigte. Davon arbeiten ca. 4.100 in Schweinfurt, Hauptsitz der SKF GmbH und größter Produktionsstandort der Gruppe. www.skf.de
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