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Betriebstemperatur

Sowohl niedrige als auch hohe Temperaturen wirken sich auf die Dichtleistung aus. Bei niedrigen Temperaturen verliert die Dichtlippe ihre Elastizität und wird hart und brüchig. Die Dichteffektivität nimmt ab, und die Dichtung wird anfälliger für mechanische Schäden.
Für Anwendungen mit konstant hohen Temperaturen sollten spezielle wärmebeständige Dichtlippenmaterialien verwendet werden, z.B. PTFE oder der Fluor-Kautschuk-Werkstoff SKF Duralife.
Reibung, Umfangsgeschwindigkeit, Viskosität des abgedichteten Mediums sowie die spezifische Wärmeübertragung entlang der Welle wirken sich auf die Temperatur an der Dichtstelle und auf die Temperatur zwischen Dichtlippe und Schmierfilm auf der Gegenlauffläche aus. Hohe Temperaturen führen im Allgemeinen zu einem Abriss des Schmierfilms und infolgedessen zu einer Mangelschmierung, einer der häufigsten Gründe für einen vorzeitigen Dichtungsausfall.
Die statische Dichtungsfähigkeit zwischen Dichtungsaußenmantel und Gehäusebohrung kann ebenfalls beeinträchtigt werden, wenn diese Komponenten aus verschiedenen Werkstoffen mit signifikant unterschiedlichen Ausdehnungs- und Schrumpfungskoeffizienten bestehen.
Diagramm 1 enthält die zulässigen Betriebstemperaturbereiche der üblicherweise von SKF verwendeten Dichtlippenmaterialien.
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